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Projekt: St. Nikolaus Traditionen

Projekt: St. Nikolaus Traditionen

 

 

 

 

 

 

Ein Bischof mit Namen Nikolaus beschenkte vor vielen hundert Jahren arme Kinder mit Äpfeln und Nüssen. Später wurde er heilig gesprochen, und in Erinnerung an den wohltätigen Mann kommt noch heute der Sankt Nikolaus am 6. Dezember, seinem Namenstag, zu den Kindern. Der Knecht Ruprecht (Deutschland), Schmutzli (Schweiz), Krampus (Österreich) oder Zwarte Piet (Niederlanden), ist der Gehilfe des heiligen Nikolaus und oft hat eine Rute in der Hand und einem Sack voller Geschenke, aber auch Kartoffeln oder Kohlenstückchen für die unartigen Kinder. In Frankreich heißt er Pere Fouttard.

Nikolaus-Ausmalbild

DEUTSCHLAND
Am Abend des 5.12. oder am Abend des Nikolaustages stellen die Kinder ihre frisch geputzten Stiefel vor die Tür und warten darauf, dass der Nikolaus sie mit Süßigkeiten, Früchten und Nüssen füllt. In manchen Familien kommt an einem dieser beiden Abende der Nikolaus mit seinem Begleiter persönlich vorbei. Im Bischofsgewand, mit langem weißen Bart, Hydra (Bischofsmütze), Bischofsstab und goldenem Buch besucht er die Kinder. Er spricht Lob aber auch Tadel aus und überreicht den Kindern ihre Geschenke. Die Kinder bedanken sich bei ihm entweder mit einem Nikolausgedicht oder –lied. Ein typisches Nikolauslied ist:

Laßt uns froh und munter sein (Liedtext, Notenblatt und Melodie)

Beim Einkehrbrauch wird der heilige Nikolaus meist vom Knecht Ruprecht begleitet. Dieser hat ein geschwärztes Gesicht, zerrissene und schmutzige Kleidung am Leib und hat Rute sowie Sack dabei. Nikolaus, das ist der frühere Bischof aus Myrna, zu erkennen an Krummstab und Mitra, der kommt am 6. Dezember und belohnt die braven Kinder, in manchen Gegenden Deutschlands mit seinem Helfer, dem Krampus oder Knecht Ruprecht.

St. Nikolaus

Vor vielen Jahren, 
in einem fernen Land, 
lebt einst ein frommer Bischof, 
St. Nikolaus genannt. 
Er sendet seine Boten, 
noch jetzt in jedes Haus, 
die teilen vielen Kindern, 
die guten Gaben aus.

Buch: Die Geschichte vom Heiligen Nikolaus

SCHWEIZ
In der Schweiz ist die Tradition ähnlich wie in Deutschland. Hier wurde aus Sankt Nikolaus der «Samichlaus». Sein Knecht Ruprecht heisst hier «Schmutzli». Der „Schmutzli„ kommt mit einem geschwärzten „schmutzigen“ Gesicht daher. Oft haben sie auch einen Esel dabei. In den Deutschschweizer Regionen besucht der Samichlaus als Bischof oder Waldchlaus zusammen mit dem Schmutzli vor allem am 6. Dezember die Kinder. Dabei verteilt der Samichlaus Lob und Tadel und je nach Gehorsam der Kinder als Gaben Grittibänze, Nüsse, Mandarinen, Schokolade und ersten Weihnachts-Guetzli. Samichlaus Verse, vorgetragen durch die Kinder, dürfen dabei natürlich nicht fehlen!



 

Samichlaus

Samichlaus du guete Maa 
ändlich bisch du wieder da.

Chonsch cho luege was ich mache 
wie n ich spiele, singe und lache.

Tuesch mich lehre s' Härz verschänke
au e chli a di andere dänke.

Nur so bin ich sälber froh
s' Christchind cha zue mer cho.
Dichter unbekannt

Samichlaus-Ausmalbild

Buch: Wie Sankt Nikolaus einen Gehilfen fand

ÖSTERREICH
In ganz Österreich und Südtirol (aber auch in Bayern) kommt der Hei­lige Nikolaus (Ni­ko­lo) am Abend des Ni­ko­laustags am 5. Dezember (man­cher­orts am 6. De­zem­ber) mit seinen Krampussen (Kramperln, Klaub­au­fen, Ganggerln, etc.). Während der Nikolaus die Kinder, die das Jahr über brav waren, mit Ge­schen­ken belohnt, rasseln die bösen, teufel­ar­ti­gen Kram­pus­se mit Ketten und er­schrecken die Kinder. Im Berch­tes­ga­dener Land wird der Nikolaus auch von einem "Nikoloweibl" begleitet.

Du Nikolo mit langen Bart

Du Nikolo mit langen Bart
Du machst ein ernst Gesicht
Es ist ja schon so Deine Art
Drum fürchten wir uns nicht.

Du warst gewiss auch einmal klein
Ist freilich lang schon her.
Da weißt Du doch, stets brav zu sein,
Ist doch ein bisschen schwer!

Da ist viel lieb und Sonnenschein
Drum bitte gib uns Deinen Segen.
Der uns begleiten soll auf allen unseren Wegen.

Buch: Eine Geschichte vom Nikolaus

Nikolaus-Handabdruckbild 

NIEDERLANDE
In den Niederlanden ist der Nikolaustag für die kleinen Kinder wichtiger als der Heiligabend. In den Niederlanden heißt der Nikolaus Sinterklaas. Sein Erscheinungsbild unterscheidet sich vom Weihnachtsmann, denn er ist groß und schlank, trägt ein dunkelrotes Gewand und einen Hut ähnlich einem Bischofshut. Genau wie der Weihnachtsmann wird er häufig als älterer Mann mit einem langen weißen Bart dargestellt. Der niederländischen Tradition nach segelt Sinterklaas am 5. Dezember von Spanien nach Holland, wo er sein Schiff gegen ein Pferd eintauscht. Seine zahllosen Helfer, die sogenannten „zwarte pieten“ (schwarze Peter) helfen ihm, die Süssigkeiten und Geschenke zu verteilen.

An diesem Tag füllen die Kinder in den Niederlanden ihre Holzschuhe oder Schuhe oft mit Heu und Karotten für das Pferd von Sinterklaas und stellen sie an den Kamin oder aufs Fensterbrett in der Hoffnung, dass Sinterklaas die Pferdeleckereien gegen Süßigkeiten eintauscht.

 

 
Sinterklaas Kapoentje

Sinterklaas Kapoentje,
Leg wat in mijn schoentje,
Leg wat in mijn laarsje,
Dank je Sinterklaasje!

Sinterklaas-Schuhe: Zahlen und Mengen 1-12 

Sinterklaas – Buchstaben erkennen 

St. Nikolaus-Gedichte, Lieder, und Ausmalbilder